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Die Schweiz, Rechtspopulismus und Europa

Die Meisten werden es gestern mitbekommen haben: in der Schweiz wurde die Initiative "Gegen Masseneinwanderung" der rechtspopulistischen SVP mit denkbar knappem Volksmehr angenommen.
Was bedeutet das? Nun, es bedeutet vor allem, dass sich die Schweiz noch mehr von ihrer Umwelt, von Europa, abschotten wird. Der von der Bevölkerung angenommene Verfassungstext sieht Kontingente für Immigranten aus der EU vor, was mit dem Vertrag über die Personenfreizügigkeit nicht vereinbar ist. Aus diesem Grund muss dieser neu verhandelt oder komplett gekündigt werden.
Aber die Schweiz ist nur ein Beispiel für das systemimmanente Erstarken der Rechtspopulisten in ganz Europa: bei den Nationalratswahlen 2013 erreichte die FPÖ 20,51% (!) der Stimmen.
Warum?
Eine fehlgeschlagene Sozialpolitik und die Wirtschaftskrise ziehen immer mehr Menschen in die Armut. Was tun sie? Sie suchen Feindbilder für das Versagen ihrer eigenen Politiker. Diese Feindbilder werden, ganz chauvinistisch, von sozialen Gruppen, Minderheiten, verkörpert. Seien es Ausländer, Homosexuelle oder Tanztheater-Choreographen, sie alle müssen für etwas gerade stehen, das sie nicht verschuldet haben.
Nun regen sich viele Europäer über die Schweizer auf, die sich abschotten wollen. Ausgerechnet die Europäer, die sich selbst von der Realität abschotten wollen und afrikanische Flüchtlinge lieber ertrinken lassen als ihnen zu helfen.

Wählt reflektiert und gebt den Rechten keine Chance!
Reposted fromerdlof erdlof

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